Sie hat eine neue Lunge: Der lange Leidensweg von Mette-Marit

Sie hat eine neue Lunge: Der lange Leidensweg von Mette-Marit

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) hat eine neue Lunge erhalten. Rund zwei Wochen, nachdem die Ehefrau von Kronprinz Haakon (52) auf die Warteliste gesetzt wurde, konnte die Transplantation stattfinden. „Die Kronprinzessin hat sich im Rikshospitalet in Oslo einer erfolgreichen Lungentransplantation unterzogen“, teilte das Königshaus am Mittwochmorgen mit.

Die Königshaus-Expertin Tove Taalesen erklärte gegenüber „TV 2“: „Wohl keiner von uns hätte erwartet, dass es so schnell gehen würde. Sie stand kaum auf der Warteliste.“ Man müsse sich aber der Schwere einer solchen Operation bewusst sein, fügte sie hinzu: „Es liegt noch ein langer Weg vor ihr. Jetzt geht es darum, ihr die Ruhe zu geben, sich auf ein neues Leben einzustellen.“

Palast machte Erkrankung 2018 öffentlich

Hinter Mette-Marit liegen bereits schwere Monate. Ihr Gesundheitszustand soll sich zuletzt rapide verschlechtert haben, nachdem ihre Erkrankung, eine chronische Lungenfibrose, zunächst wohl langsam verlaufen war. Der Leidensweg der Kronprinzessin begann bereits vor knapp acht Jahren.

Im Oktober 2018 gab der norwegische Palast bekannt, dass Kronprinzessin Mette-Marit an der chronischen Lungenerkrankung leidet, bei der Lungengewebe vernarbt. Das Königshaus teilte damals mit, dass sie wegen der Erkrankung künftig zeitweise weniger öffentliche Auftritte wahrnehmen werde.

Die Lungenfibrose konnte offenbar in einem frühen Stadium nachgewiesen werden, was sich günstig auf die Behandlung auswirke, erklärte ihr Arzt. Obwohl die Erkrankung zeitweise ihr Leben einschränken werde, sagte Mette-Marit 2018, sei sie froh, dass die Lungenfibrose so früh entdeckt worden sei. Sie wolle weiter so gut wie möglich arbeiten und am offiziellen Programm teilnehmen.

Gesundheitszustand verschlimmerte sich in den vergangenen Monaten

Immer wieder war die 52-Jährige in den folgenden Jahren aber gezwungen, Auftritte abzusagen. Unter anderem im Herbst 2023 zog sich die Schwiegertochter von König Harald (89) und Königin Sonja (88) krankheitsbedingt zurück. Auch im Oktober 2024 war sie „aufgrund der Nebenwirkungen der Medikamente“, die die Kronprinzessin wegen ihrer Lungenerkrankung einnehmen musste, einige Tage krankgeschrieben.

Nach weiteren Absagen hieß es im März 2025 aus dem Palast: Die chronische Erkrankung von Mette-Marit habe sich weiterentwickelt. „Die Kronprinzessin leidet täglich unter Symptomen und Beschwerden, die ihre Fähigkeit, ihre Pflichten zu erfüllen, beeinträchtigen“, so der Hof. Sie benötige „mehr Ruhe“ und daher könne sich auch ihr Tagesablauf schneller ändern als früher. Der Palast gab daher bekannt, dass es künftig „häufiger und kurzfristiger“ dazu kommen kann, dass sich ihr Terminplan ändert.

Im September 2025 musste Mette-Marit eine geplante USA-Reise aufgrund ihrer Lungenerkrankung absagen. Sie absolvierte stattdessen eine einmonatige Lungenrehabilitation. Seit vergangenem Dezember stand schließlich fest, dass sich die norwegische Kronprinzessin auf eine Lungentransplantation einstellen muss. In einer Erklärung des Hofes hieß es: „Im Herbst wurden mehrere Tests durchgeführt, die eine deutliche Verschlechterung des Gesundheitszustands der Kronprinzessin zeigen. Die Ärzte am Rikshospitalet haben daher mit den Vorbereitungen für eine Untersuchung im Hinblick auf eine Lungentransplantation begonnen.“

Die 52-Jährige sprach auch selbst darüber, dass es mit den Ärzten im Herbst „einige Gespräche über eine Lungentransplantation“ gegeben habe. Im TV-Sender NRK verriet sie, es sei mental ein langer Prozess für sie gewesen. Sie habe immer gehofft, die Krankheit mit Medikamenten in Schach halten zu können. Die Entwicklung der Erkrankung sei bis jetzt recht langsam verlaufen. Nun habe sich das allerdings geändert. Zu einer bevorstehenden Lungentransplantation sagte die Prinzessin zu dem Zeitpunkt: „Wir haben bei dieser Krankheit ja immer gewusst, dass es in diese Richtung gehen wird. Aber ich glaube, dass es etwas schneller gekommen ist, als ich es mir zumindest vorgestellt und erhofft hatte.“

Die Krankheit schränke sie mehr und mehr ein: „Der größte Unterschied für mich ist eigentlich, dass ich die Dinge, die ich früher geschafft habe, jetzt nicht mehr schaffe. Es gibt einfach sehr viele Dinge, die ich nicht mehr tun kann.“ Ehemann Haakon fügte hinzu, es sei manchmal auch schwer zu verstehen, wie krank sie wirklich sei. In ruhigen Momenten könne es den Anschein haben, als ginge es ihr gut. „Aber wir sehen ja, dass sie zunehmend mit dem Atmen zu kämpfen hat. Sie hat weniger Kraft und Energie, wird öfter krank – und das kann ganz plötzlich kommen“, so der Kronprinz.

Mette-Marit war auf Sauerstoffgerät angewiesen

Im Frühjahr 2026 nahm Mette-Marit dann noch an wenigen ausgewählten Veranstaltungen teil, war dabei aber bereits auf ein mobiles Sauerstoffgerät angewiesen. Spätestens ab Anfang Juni war dann deutlich zu sehen, wie ernst es um sie stand. Ihre Tochter Prinzessin Ingrid Alexandra (22) kam aus Australien zurück, wo sie studiert, um ihre Mutter zu unterstützen. Haakon verkürzte eine geplante Japan-Reise.

Am 5. Juni wurde schließlich bekannt gegeben, dass Mette-Marit auf der Warteliste für eine Lungentransplantation steht. Laut dem norwegischen „Dagbladet“ lag die Lebenserwartung ohne Transplantation angeblich noch bei etwa einem Jahr – das sei die Voraussetzung, um überhaupt auf die Liste zu kommen.

Am 17. Juni kam dann die erlösende Nachricht, dass die 52-Jährige eine neue Lunge erhalten hat. Das Königshaus teilte mit: „Die Lungentransplantation ist bislang erfolgreich verlaufen.“ Wie alle anderen Patienten nach einer Transplantation werde die Kronprinzessin noch mehrere Wochen im Rikshospitalet bleiben, heißt es weiter.

Haakon steht seiner Frau bei

Dies sei eine Routinemaßnahme, um die Medikation anzupassen, eventuelle Komplikationen zu behandeln und Rehabilitationsmaßnahmen durchzuführen, erklärte in der Mitteilung Are Holm, Leiter der zuständigen Abteilung am Rikshospitalet. Kronprinz Haakon werde sein Programm anpassen, um in dieser Zeit bei der Kronprinzessin zu sein, so der Palast. Der 52-Jährige hatte bereits zuvor Termine abgesagt, um seiner Ehefrau beistehen zu können.

Das Kronprinzenpaar ist seit 2001 verheiratet und hat gemeinsam die beiden Kinder Ingrid Alexandra und Sverre Magnus von Norwegen (20). Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung sitzt unterdessen weiter in Haft. Marius Borg Høiby (29) wurde vor wenigen Tagen unter anderem wegen zweifacher Vergewaltigung in Oslo zu vier Jahren Haft verurteilt. Er will Berufung gegen das Urteil einlegen.

(hub/spot)

Bild: Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit erholt sich derzeit von ihrer Lungentransplantation. / Quelle: imago/PPE

Das könnte dir auch gefallen

Mehr ähnliche Beiträge