Die traditionsreiche Rennwoche Royal Ascot hat am Dienstagnachmittag offiziell begonnen. Zum Auftakt präsentierte sich die britische Königsfamilie bei der klassischen Kutschenparade vor tausenden Zuschauern. Angeführt wurde der festliche Zug von König Charles III. (77) und Königin Camilla (78), die gemeinsam mit dem Herzog und der Herzogin von Wellington die Spitze der Prozession bildeten.
Ihnen folgte in der zweiten Kutsche eine weitere Gruppe hochrangiger Gäste, darunter Prinzessin Anne, ihr Sohn Peter Phillips, dessen Frau Harriet Sperling sowie Sir Ben Elliot, ein Neffe der Königin. Auch in den folgenden Wagen waren zahlreiche Mitglieder der erweiterten Königsfamilie vertreten: Der Herzog und die Herzogin von Gloucester nahmen ebenso teil wie Alice Elliot, eine Nichte von Königin Camilla. Zudem wurden Zara Tindall, die Tochter von Prinzessin Anne, und ihr Ehemann Mike Tindall bei der Veranstaltung gesichtet, wie unter anderem „People“ berichtet.
Königspaar schreibt Erklärung
Nach der Ankunft begaben sich König Charles III. und Königin Camilla in den exklusiven VIP-Bereich „Royal Enclosure“, für den eine strikte Kleiderordnung gilt: Damen tragen dort Hüte sowie knielange Kleider oder Röcke, während Herren in Zylinder und Cutaway erscheinen. Die traditionsreiche Veranstaltung erstreckt sich in diesem Jahr über fünf Tage, von Dienstag, dem 16. Juni, bis Samstag, dem 20. Juni.
Begleitend dazu richtete sich das Königspaar auch mit einer offiziellen Botschaft an die Gäste, die im Programmheft veröffentlicht wird. Darin heißt es einleitend: „Wir heißen Sie ganz herzlich zum Royal Ascot willkommen. Einige der besten Pferde aus Europa, Nordamerika und Australasien werden diese Woche an den Start gehen und von Zuschauern in fast 200 Ländern verfolgt werden“, zitiert der Blog „Royal Central“.
König Charles III. besitzt auch Rennpferde
In ihrer Botschaft hoben der König und die Königin die besondere Bedeutung des Royal Ascot hervor und bezeichneten die Veranstaltung als „ein Highlight des Jahres“ für die internationale Pferderennszene. Zugleich teilten sie persönliche Einblicke und wie viel der Rennsport ihnen bedeute.
„Da wir selbst Pferdebesitzer und -züchter sind, wissen wir, wie schwer es ist, Rennen beim Royal Ascot zu gewinnen, und wir wünschen unseren Züchterkollegen im In- und Ausland viel Glück bei dieser äußerst faszinierenden Herausforderung“, erklärten sie. Das Paar hat nach dem Tod von Königin Elizabeth II. (1926-2022) ihre Rennpferde geerbt.
https://x.com/RoyalCentral/status/2066569308734365716
Kein „royales“ Event
Trotz seines königlichen Namens ist das Royal Ascot weder eine Veranstaltung der königlichen Familie noch wird es vom Palast organisiert. Vielmehr handelt es sich bei diesem Spektakel um eine besondere Woche mit Pferderennen, die jedes Jahr im Juni in Ascot stattfindet und an den fünf Tagen rund 300.000 Besucher anzieht. Es gilt als Großbritanniens beliebtestes Pferderennen-Event.
(des/spot)
Bild: König Charles III. und Königin Camilla beim Royal Ascot. / Quelle: IMAGO/i Images


