Königin Margrethe II. (86) hat ihren ersten offiziellen Termin nach zwei Krankenhausaufenthalten wahrgenommen. Die frühere dänische Königin erschien bei einer Preisverleihung auf Schloss Fredensborg mit einem Rollator und einem Lächeln im Gesicht.
Der Anlass ihres Auftritts war ein besonderer: Auf Schloss Fredensborg wurde der „Prins Henrik Prisen“ verliehen – ein Preis, der an Margrethes verstorbenen Ehemann Prinz Henrik (1934-2018) erinnert. Er wäre am 11. Juni 92 Jahre alt geworden. Der Preis wird seit 2022 jährlich vergeben und ehrt Henriks Leidenschaften als Dichter und Künstler. In diesem Jahr konnte sich die dänische Dichterin und Schriftstellerin Pia Tafdrup über die Auszeichnung und das Preisgeld in Höhe von 300.000 dänischen Kronen (rund 40.140 Euro) freuen.
Margrethe wurde vor zwei Wochen entlassen
Die frähere Königin Margrethe war erst am 29. Mai aus dem Rigshospitalet in Kopenhagen entlassen worden. Eine Computertomografie zeigte ein größeres Hämatom im Hüftbereich, verursacht durch einen früheren Sturz. Sie musste bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen behandelt werden.
Erstmals war sie am 14. Mai wegen Herzkrämpfen zur Beobachtung in die Klinik gekommen und unterzog sich anschließend einer Ballonangioplastie – einem minimalinvasiven Verfahren, bei dem ein verengtes Herzgefäß durch einen kleinen Ballon aufgeweitet wird. Am 19. Mai konnte sie zunächst nach Schloss Fredensborg zurückkehren.
Wegen der Krankenhausaufenthalte verpasste Margrethe mehrere Termine. So zeigte sie sich nicht bei den Feierlichkeiten zum 58. Geburtstag ihres Sohnes König Frederik X. Auch ein geplanter Besuch im Pantomime-Theater musste abgesagt werden. Am 6. Juni hätte sie die ihr gewidmete Brücke „Dronning Margrethe IIs Bro“ auf der Insel Falster einweihen sollen. Stattdessen übernahm ihr Enkel Kronprinz Christian (20) die Aufgabe.
(paf/spot)
Bild: Dänemarks frühere Regentin Königin Margrethe II. wohnte einer Preisverleihung bei. / Quelle: Liselotte Sabroe / Ritzau Scanpix / AFP via Getty Images



