Shia LaBeouf wird 40: Mehr Eskapaden als Erfolge?

Shia LaBeouf wird 40: Mehr Eskapaden als Erfolge?

Probleme mit der Justiz statt Party: Shia LaBeouf feiert am 11. Juni seinen 40. Geburtstag. In Los Angeles aufgewachsen, wurde er bereits als Kind zum Disney-Star und wandelte sich später zum gefragten Hollywoodschauspieler. Doch in den letzten Jahren überschatten private Eskapaden seine Karriere. Insbesondere die vergangenen Monate brachten neue Kontroversen mit sich.

So wurde Ende Mai bekannt, dass gegen Shia LaBeouf im Zusammenhang mit seiner mutmaßlichen Auseinandersetzung in einer Bar in New Orleans im Februar offiziell Anklage erhoben wurde. Das berichtete „People“. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, in drei Fällen Körperverletzung begangen zu haben.

Prügelei in New Orleans

Der Schauspieler sei damals aus einer Bar geworfen worden, nachdem er für Unruhe gesorgt hatte, hieß es. Daraufhin habe er einen Mann geschlagen, sei vom Tatort geflohen und später zurückgekehrt, um dasselbe Opfer erneut anzugreifen und eine zweite Person zu verletzen, bevor die Polizei eintraf. LaBeouf war nach dem Vorfall Ende Februar vorübergehend festgenommen worden. In einer späteren Anhörung zu dem Fall wurde er als Auflagen für seine Freilassung dazu verpflichtet, sich in eine Suchtbehandlung zu begeben, sich Drogentests zu unterziehen und eine Kaution in Höhe von 100.000 Dollar zu hinterlegen.

In einem Interview mit dem YouTube-Format „Channel 5 with Andrew Callaghan“ zeigte sich LaBeouf kurz darauf zwar selbstkritisch, aber auch überraschend trotzig. Sein Verhalten sei nicht akzeptabel gewesen, räumte er ein. Doch einen Drogen- oder Alkoholentzug, wie vom Gericht als Auflage angeordnet wurde, komme für ihn nicht infrage. „Muss ich deshalb wieder in den Entzug? Das möchte ich nicht. Ich glaube nicht, dass meine Antworten dort liegen“, sagte LaBeouf wörtlich in dem Interview. Statt eines Alkoholproblems sieht er bei sich selbst ganz andere Ursachen für seine wiederholten Ausraster. „Ich glaube nicht, dass ich ein Alkoholproblem habe“, erklärte er in dem Gespräch. „Ich glaube, ich habe einen Napoleon-Komplex. Das hat eher etwas mit meiner Wut und meinem Ego zu tun als mit dem Trinken.“

Klage von berühmter Ex-Freundin

Aber es gibt noch mehr aktuelle Kontroversen um LaBeouf. Eine seiner Ex-Partnerinnen, Sängerin FKA Twigs (38), soll im März 2026 gerichtlich gegen ihn vorgegangen sein. Wie das Branchenmagazin „Variety“ berichtete, richtete sich die Klage gegen eine Verschwiegenheitsklausel. Diese war Teil eines außergerichtlichen Vergleichs, den die Sängerin nach einer Missbrauchsklage mit dem Schauspieler geschlossen hatte. Die ursprüngliche Klage war bereits im Dezember 2020 eingereicht worden.

LaBeouf soll dann 2025 ein nicht öffentliches Schiedsverfahren angestrengt haben, um von der Sängerin einen hohen Geldbetrag einzufordern – angeblich wegen einer Verletzung des Vergleichs. Konkret soll es um Statements gegangen sein, die sie dem „Hollywood Reporter“ gegeben hatte. Dabei war sie gefragt worden, ob sie sich nach dem Ende der Beziehung zu LaBeouf sicher fühle. Sie antwortete, sie würde das nicht so formulieren – vielmehr liege ihr die Arbeit mit Organisationen wie Sistah Space und No More am Herzen, um Betroffenen von Missbrauch beizustehen.

Ausraster in Rom

Ebenfalls im Frühjahr rastete Shia LaBeouf erneut in der Öffentlichkeit aus – diesmal in Rom. Am 21. März veröffentlichte das US-Portal „TMZ“ ein Video, in dem der „Transformers“-Star im Außenbereich eines Restaurants eine Tischnachbarin anschrie.

Die jüngsten Vorfälle reihen sich in eine lange Liste an Skandalen ein. 2020 wurde er wegen eines Streits um einen Hut wegen Körperverletzung und Diebstahl angezeigt. 2017 hatte es bereits eine Festnahme gegeben, bei der Shia LaBeouf in Savannah Polizeibeamte rassistisch beleidigt haben soll. Er wurde zu einem Jahr Bewährung verurteilt. Drei Jahre davor war er wegen Pöbeleien auch schon mit der New Yorker Polizei aneinandergeraten.

Trennung von Ehefrau

Kurz vor dem jüngsten Skandal in New Orleans wurde bekannt, dass sich der Filmstar von seiner Ehefrau Mia Goth (32) getrennt hatte. Die beiden Schauspieler hatten über Jahre eine On-Off-Beziehung, 2016 heirateten sie. Nach einer zwischenzeitlichen Trennung kamen sie wieder zusammen und bekamen 2022 eine Tochter. Berichten zufolge trennte sich das Paar im Jahr 2025 endgültig.

Von Skandalen überschattete Karriere

Seine Schauspielkarriere startete LaBeouf, der bereits einen BAFTA Award und einen Daytime Emmy Award gewonnen hat, im Jahr 2000 als Kinderstar mit der Hauptrolle in der Disney-Channel-Serie „Even Stevens“. Ab 2007 erlangte er mit den Kino-Blockbustern „Transformers“ und „Disturbia“ weltweite Berühmtheit. 2008 spielte er den Filmsohn von Harrison Ford (83) in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“.

Ab 2012 distanzierte sich LaBeouf zunehmend vom kommerziellen Hollywood-Kino und spielte in Independent-Produktionen wie Lars von Triers (70) „Nymphomaniac“ oder dem Kriegsdrama „Fury“ an der Seite von Brad Pitt (62) mit. Für den Film „Honey Boy“ schrieb er 2019 sein erstes Drehbuch, das lose auf seiner eigenen, von Traumata geprägten Kindheit basiert. Er spielte darin die Rolle seines Vaters.

(ero/hub/spot)

Bild: Shia LaBeouf bei der Londoner Premiere des Films „Salvable“ im Juli 2025. / Quelle: imago images/Capital Pictures / Can Nguyen

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