Mehrere Nächte hinter Gittern, eine Auslieferung nach Österreich – im Sommer 2025 hielt Jimi Blue Ochsenknecht (34) die Medien mit seinem Haftbefehl wegen einer nicht gezahlten Hotelrechnung in Atem. Im Podcast „Wondermom“ seiner Mutter Natascha Ochsenknecht (61) spricht er nun erneut über seine Zeit hinter Gittern. Noch mal erleben wolle er das nicht, aber dennoch: „Ich muss halt auch wirklich sagen – Gefängnis ist wirklich scheiße und ich habe auch Kacke gebaut – aber ich hatte da meine Ruhe einfach.“
Knapp einen Monat lang konnte er sich – zwar gezwungenermaßen – zurückziehen und nur für sich sein. „Es war auf jeden Fall eine krasse Erfahrung, und ich mag halt krasse Erfahrungen“, resümiert Ochsenknecht. „Mir hat es für meine Reflektion gut getan. Das musste schon irgendwo sein, glaube ich.“
Keine Sonderbehandlung im Gefängnis
Im weiteren Gespräch erzählt der Schauspieler noch mehr Einzelheiten zu seinem Gefängnisaufenthalt in Hamburg. Er habe in derselben Zelle wie alle anderen gesessen, einen Promi-Bonus gab es demnach nicht. Die einzige Sonderbehandlung: Er durfte alleine duschen, um ihn vor den Mitgefangenen zu schützen. „Es waren alle wirklich sehr, sehr freundlich“, Häftlinge wie Wärter gleichermaßen, betont Ochsenknecht aber.
Gestört habe ihn vor allem eines: „Dass ich nicht richtig nach außen kommunizieren konnte.“ Lange Zeit habe er niemanden anrufen können und auch Besuch war nicht gestattet.
„Ego-Geschichten im Kopf“
Wieso kam es aus seiner Sicht aber überhaupt zu der Verhaftung am Hamburger Flughafen im Juni 2025? „Das waren im Kopf so Ego-Geschichten – und daran arbeite ich“, begründet der „Wilde Kerle“-Darsteller. Heute achte er penibel darauf, alles vertraglich festzuhalten, „wenn auch nur in einem Einzeiler“.
Dabei habe er schon vor dem Gefängnisaufenthalt intensiv an sich gearbeitet. „Ich mag es, aus meiner Komfortzone herauszugehen. Wenn ich mich zu wohl fühle, fühle ich mich unwohl“, sagt er. „Ich funktioniere am besten unter Druck. Ich will immer einen Schritt weiter.“
Das permanente Licht der Öffentlichkeit stört Ochsenknecht, der deshalb inzwischen nach Dubai ausgewandert ist, aber dennoch: „Egal welchen Schritt ich mache, ich werde beobachtet.“ Es werde extrem viel über seinen Namen gesprochen, auch wenn er selbst kaum mehr etwas auf Social Media teile. „Ich verstehe es einfach nicht, was daran immer so interessant ist.“ Inzwischen lasse er sich von den Geschichten nicht mehr beeinflussen: „Ich kenne die Wahrheit, ich habe nicht das Bedürfnis, jedem zu beweisen, was die Wahrheit ist.“
Verhaftung vor einem Jahr
Wegen einer nicht bezahlten Hotelrechnung in Österreich über knapp 14.000 Euro war Jimi Blue Ochsenknecht vor einem Jahr am Hamburger Flughafen festgenommen worden, saß danach dort im Gefängnis und wurde schließlich über mehrere Tage hinweg nach Innsbruck ausgeliefert. Nach Zahlung einer Kaution von 15.000 Euro, die seine Schwester Cheyenne Ochsenknecht (25) bereitstellte, kam er auf freien Fuß. Das Verfahren wurde zunächst gegen eine Geldbuße von 18.000 Euro eingestellt. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft Innsbruck allerdings Beschwerde ein.
(eyn/spot)
Bild: Natascha und Jimi Blue Ochsenknecht verstehen sich nach Jahren der Entfremdung aktuell wieder recht gut. / Quelle: ddp/Sven Simon





