Berlin, 02.06.2026 (lifePR) – Im Kampf gegen den aktuellen Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo setzt die internationale christliche Hilfsorganisation Samaritan’s Purse neben medizinischer Hilfe verstärkt auf die Zusammenarbeit mit lokalen Kirchen und Gemeinden. Gleichzeitig hat der Aufbau zweier Ebola-Behandlungszentren in der besonders betroffenen Provinz Ituri begonnen.
Die Hilfsorganisation unterstützt derzeit Krankenhäuser und Gemeinden im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Neben einem Ebola-Behandlungszentrum mit zunächst 40 Betten in Bunia entsteht ein kleineres Zentrum in Nyankunde.
Samaritan’s Purse arbeitet dabei eng mit Gesundheitsbehörden, lokalen Krankenhäusern und Gemeindevertretern zusammen, um breite Unterstützung vor Ort sicherzustellen. Darüber hinaus koordiniert die Organisation ihre Maßnahmen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), um geeignete Medikamente möglichst schnell in die betroffene Region zu bringen. Bereits eingeflogene Schutzkleidung und medizinische Hilfsgüter haben Krankenhäuser in der Region erreicht, darunter auch das Partnerkrankenhaus von Samaritan’s Purse in Nyankunde. Mehr als zwei Dutzend Mitglieder des Katastrophenhilfeteams (DART) sind derzeit im Einsatz.
Eine Herausforderung besteht darin, Ängsten zu begegnen und der Verbreitung von Falschinformationen entgegenzuwirken. Immer wieder begegnen Menschen medizinischen Einrichtungen mit Misstrauen oder zweifeln die Existenz der Krankheit an. Dadurch werden Präventions- und Behandlungsmaßnahmen erschwert und die Eindämmung des Virus behindert. „Kirchen sind tief in den Dörfern verwurzelt. Sie erreichen Menschen, die für andere Informationsquellen oft schwer zugänglich sind“, sagt Marina Nobiling, Vorstand Samaritan’s Purse Deutschland. „Deshalb arbeiten wir eng mit Pastoren und Gemeindeleitern zusammen, um Aufklärung zu fördern, Vertrauen aufzubauen und Hoffnung zu vermitteln.“
Die Maßnahmen zur Infektionsprävention erreichen inzwischen Tausende Menschen in nahezu zwei Dutzend Gesundheitszonen. Dazu gehören Aufklärung über Ansteckungsrisiken sowie Projekte in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene.
Ein weiterer Schwerpunkt des Einsatzes liegt derzeit auf der Ausbildung lokaler Fachkräfte. Im Nyankunde-Krankenhaus schult das Katastrophenhilfeteam von Samaritan’s Purse Ärzte und Pflegekräfte für die Arbeit in der Ebola-Isolierstation. Weitere medizinische Helfer werden darauf vorbereitet, Hochrisikobereiche sicher zu betreten und zu verlassen.
Interviewmöglichkeiten:
• Marina Nobiling, Vorstand, Samaritan’s Purse Deutschland
• Ken Isaacs, Vizepräsident für Programme und Regierungsbeziehungen, Samaritan’s Purse International
• Dr. Elliott Tenpenny, Leiter des Ebola-Hilfseinsatzes bei Samaritan’s Purse International
BUNDIBUGYO-VIRUSERKRANKUNG (BVD)
• Schwere und häufig tödlich verlaufende Form der Ebola-Erkrankung. Dies ist erst der dritte dokumentierte Ausbruch der Bundibugyo-Viruserkrankung weltweit.
• Derzeit keine zugelassenen Impfstoffe oder spezifischen Behandlungsmöglichkeiten. Frühzeitige medizinische Versorgung kann lebensrettend sein.
• Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten einer infizierten Person.
• Frühe Krankheitszeichen ähneln zunächst Grippesymptomen. Im weiteren Verlauf können Magen-Darm-Beschwerden, Organfunktionsstörungen und schließlich hämorrhagische Symptome auftreten.
• Sterblichkeitsrate: 30 bis 50 Prozent
