Das einzige Tierkrematorium in NRW für Pferde – wie Animalium ein Tabu bricht

Waltrop, 01.06.2026 (lifePR) – Sind Pferde wirklich nur Nutztiere? Animalium in Waltrop hat eine Lücke geschlossen, die lange niemand schließen wollte.

Für Millionen Menschen in Deutschland ist das Pferd kein Nutztier. Es ist ein Lebensbegleiter, ein Freund, oft das Herzstück des eigenen Alltags. Und dennoch: Stirbt ein Pferd, sieht das Gesetz es als tierisches Nebenprodukt – zu entsorgen durch beauftragte Unternehmen, ohne Rücksicht auf den Wunsch seiner Besitzer nach einem würdevollen Abschied.

Das hat sich 2017 geändert. Seitdem gibt es in Deutschland die Möglichkeit, für ein gestorbenes Pferd eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen – und es in einem zugelassenen Tierkrematorium einzuäschern. Eine rechtliche Öffnung, die von Verbänden und Tierschutzorganisationen hart erkämpft wurde. Und die Animalium in Waltrop konsequent nutzt.

Einzigartig in NRW – und weit darüber hinaus

Animalium ist das einzige Tierkrematorium in Nordrhein-Westfalen, das Pferde kremieren kann. Und es ist deutschlandweit einzigartig in der Kombination aus Krematorium, eigens gestalteten Trauerräumen, Aufbahrungsmöglichkeit und Bestattungsoptionen an einem einzigen Ort.

Seit seiner Eröffnung im Oktober 2024 kremiert das Team um Inhaber Sascha Müller und dem Leiter für Kunden- und Partnermanagement Christian Speda zwischen zwei und vier Pferde pro Woche – mit Anfragen aus ganz Deutschland. Denn Pferdebesitzer, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigt haben, wählen Animalium nicht nur wegen der Nähe. Sie wählen es wegen der Haltung.

„Wir haben schon einmal ein Pferd aus Berlin abgeholt, dessen Besitzer sich gründlich über Tierkrematorien informiert hatten – und dann uns ihr Vertrauen geschenkt haben."

Christian Speda, Leiter Kunden- und Partnermanagement bei AnimaliumWas viele nicht wissen: Das Gesetz macht Grenzen

Die Ausnahmeregelung von 2017 gilt ausschließlich für Equiden – also Pferde, Ponys, Esel und Maultiere. Für andere Tiere, die als Haustiere gehalten werden, aber rechtlich als Nutztiere gelten, gibt es diese Möglichkeit bis heute nicht. Ziegen, Schafe, Rinder – und selbst das geliebte Hausschwein – fallen nicht unter die Ausnahmeregelung. Hier bleibt die klassische Entsorgung der einzige Weg.

Das macht die Möglichkeit der Pferdekremierung umso bedeutsamer für all jene, die sie in Anspruch nehmen können. Und es macht Animalium zu einem Ort, der etwas leistet, das zuvor schlicht nicht existierte: einen würdevollen, transparenten, begleiteten Abschied für Pferdebesitzer in NRW und weit darüber hinaus.

Mehr als ein Krematorium

Was Animalium von den wenigen anderen Tierkrematorien unterscheidet, die in Deutschland Pferde kremieren, ist das Gesamtkonzept. Aufbahrung des Pferdes in einer mit Stroh ausgekleideten Holzkiste. Ein Trauerraum mit gedimmtem Licht und würdevoller Atmosphäre. Ein Sichtfenster, durch das Angehörige den letzten Weg beobachten können, ohne dabei in den Ofen zu blicken. Erinnerungsstücke wie Hufabdrücke, Schweif- und Mähnenhaar. Und die Möglichkeit, die Asche im Kolumbarium auf dem Animalium-Gelände beizusetzen – an einem Ort, der zu jeder Tages- und Nachtzeit besucht werden kann.

Das Tabu, das Animalium bricht, ist nicht das Kremieren eines Pferdes. Es ist die Vorstellung, dass ein Abschied von einem Pferd nicht würdevoll sein darf.

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