ADRA Deutschland leistet Nothilfe nach Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo

Weiterstadt bei Darmstadt, 01.06.2026 (lifePR) – Parallel läuft ein langfristiges Projekt der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA, das unter anderem die Gesundheitssituation in der Region stabilisieren soll, denn neben Ebola sind auch Pocken immer wiederkehrende Epidemien.

Die aktuelle Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo und den Nachbarländern, wird durch den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus verursacht. Dieser hat bereits hunderte Menschen infiziert und zahlreiche Todesopfer gefordert. Da es für diesen speziellen Virusstamm bislang keinen zugelassenen Impfstoff oder Behandlungen gibt, konzentrierten sich die Maßnahmen auf die Prävention und die Unterbrechung der Infektionsketten, um die Ausbreitung einzudämmen.

598 Verdachtsfälle und 139 Todesfälle

Seit Mitte Mai 2026 habe sich laut Andreas Lerg, Pressesprecher von ADRA Deutschland, die gesundheitliche Lage in den Provinzen Ituri und Nord-Kivu massiv verschlechtert, weshalb die WHO den Ausbruch zu einem „Gesundheitsnotstand von internationaler Tragweite“ erklärt hat. Bis zum 20. Mai wurden bereits 598 Verdachtsfälle und 139 Todesfälle registriert. Besonders kritisch sei die Situation in der Gesundheitszone Mongbwalu sowie in den Städten Bunia und Goma, wo die hohe Dichte und Mobilität der Bevölkerung und zudem die Enge in Vertriebenenlagern das Ansteckungsrisiko massiv erhöhten.

Eindämmung durch Prävention und Hygiene

Der aktuelle Schwerpunkt des Einsatzes von ADRA liege darauf, die weitere Ausbreitung von Ebola zu verhindern. Gemeinsam mit lokalen Partnern setze die Hilfsorganisation strategische Maßnahmen im Bereich Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygiene (WASH) um. Dazu gehöre die Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen und öffentlichen Plätzen mit Handwaschstationen, Seife und Desinfektionsmitteln. Ein weiterer entscheidender Faktor sei die Risikokommunikation: ADRA schule Kirchenmitglieder und Pastoren, um über Präventionsmaßnahmen aufzuklären und Mythen über den Ursprung der Krankheit entgegenzuwirken, die eine frühzeitige Behandlung oft verhinderten.

Herausforderungen in einer Konfliktregion

Die dringend notwendige Hilfe werde durch anhaltende bewaffnete Konflikte und Massenvertreibungen in der Region erschwert, so Lerg. Dadurch sei der Zugang für humanitäre Helfer zu den am stärksten betroffenen Gebieten einschränkt. Die Menschen im Osten des Kongos litten bereits unter chronischer Unsicherheit, was die psychische und physische Belastung der Familien durch die neue Ebola-Epidemie weiter verstärke.

Langfristiges Engagement für die Bevölkerung

Neben der akuten Katastrophenhilfe sei ADRA bereits seit längerem in der Region aktiv, um die Widerstandsfähigkeit der Menschen gegenüber Krisen zu stärken. In dem Projekt Stärkung der Lebensgrundlagen durch Wasser, Einkommen und Schutz in der Demokratischen Republik Kongo unterstütze ADRA rund 30.000 Menschen im Bezirk Nyiragongo. Hierbei würden der Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser und Hygienebedingungen verbessert, um Krankheiten wie Ebola, Pocken und anderen entgegenzuwirken, informiert Andreas Lerg. Zudem würden landwirtschaftliche Schulungen zur Einkommenssicherung durchgeführt und insbesondere Frauen vor Gewalt geschützt, um eine langfristige Verbesserung der Lebensbedingungen zu erreichen.

Jede Unterstützung zählt

Der Bedarf an humanitärer Hilfe wachse mit jedem Tag, an dem sich das Ebola-Virus weiter ausbreitet. Spender tragen dazu bei, die notwendigen Hygienemittel bereitzustellen und die Aufklärungsarbeit zu finanzieren. Spenden sind unter dem Stichwort „Nothilfe Kongo“ auf das Spendenkonto ADRA Deutschland e.V., IBAN DE36 3702 0500 0007 7040 00 oder unter adra.de/spenden möglich.

Über ADRA Deutschland e.V.

ADRA Deutschland e. V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 gegründet, hat 61 Angestellte und steht der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Es ist Teil des weltweiten ADRA-Netzwerks, das 1956 gegründet wurde, aus 119 eigenständigen nationalen Büros besteht und weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durchführt. ADRA steht für Adventist Development and Relief Agency. ADRA Deutschland ist unter anderem Gründungsmitglied des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), der „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam für Afrika“. Informationen: https://adra.de.   

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