Fast seit dem unmittelbaren Beginn seiner Schauspielkarriere ist Nicolas Cage (62) als Nicolas Cage bekannt – und hat sich unter diesem Pseudonym in der Traumfabrik wahrlich einen Namen gemacht. Denn eigentlich hört der Star auf den in Hollywood noch klangvolleren Nachnamen Coppola. Zumindest tat er das offiziell bis ins Jahr 2025, wie der Schauspieler nun der US-Seite „Variety“ verraten hat. Dabei erklärte Cage auch, was der finale Beweggrund für ihn war, kein Coppola mehr sein zu wollen.
Lieber Patriarch als „Clown-Cousin“
Warum er demnach seinen Künstlernamen im vergangenen Jahr amtlich hat eintragen lassen: „Ich bin Nick Cage im Leben, und ich bin Nick Cage vor der Kamera.“ Cage ist der Sohn des verstorbenen August Coppola, dem älteren Bruder von Regielegende Francis Ford Coppola (87) und Schauspielerin Talia Shire (80). Zur weitverzweigten Filmdynastie gehören außerdem Sofia Coppola (55), Francis Ford Coppolas Tochter, und Jason Schwartzman (45), der Sohn von Talia Shire.
In dieser Dynastie wollte Cage offenbar nicht länger eine Randfigur sein. „Es ist besser, der Patriarch meiner eigenen kleinen Familie zu sein als der Clown-Cousin am Rande der Familie eines anderen“, erklärte er. Also habe er beschlossen, sich voll und ganz zum Namen Cage zu bekennen.
Eine Comicfigur als Namenspate
Die Wahl fiel keineswegs zufällig. Cage entlieh eigenen Angaben nach seinen Nachnamen der fiktiven Marvel-Figur Luke Cage. In der Familie sei zudem über den Avantgarde-Künstler John Cage gesprochen worden. Gesucht habe er einen kurzen, prägnanten Namen – ähnlich wie James Dean. Den Vornamen behielt er bewusst: „Mein Vater hat mich Nicolas genannt, mit französischer Schreibweise, was mich immer frustriert hat, weil alle ein ‚h‘ hinzufügen“, so der Schauspieler. Ob man ihn nun Nick oder Nicolas nenne, sei ihm gleich: „Ich bin beides.“
Der Name begleitet ihn fast seine gesamte Karriere. Lediglich in einer TV-Pilotfolge von 1981 und im Film „Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald“ lief er noch als Nicolas Coppola. Bei den Dreharbeiten zu letztgenanntem Werk hätten ihm Leute ständig Sprüche zugerufen, die auf eine berühmte Zeile aus dem Film „Apocalypse Now“ seines Onkels Francis anspielten. Das machte ihm das Arbeiten schwer – und brachte das Fass zum Überlaufen.
Nächster Auftritt als Spinnenmann
Aktuell ist Cage in neuer Rolle zu sehen: In „Spider-Noir“ spielt er Ben Reilly alias The Spider, eine Figur, der er bereits in „Spider-Man: A New Universe“ seine Stimme lieh. Vorbild für die Serie sind die „Spider-Man: Noir“-Comics von Marvel. An seiner Seite stehen unter anderem Brendan Gleeson, Jack Huston und Lamorne Morris. Alle acht Episoden lassen sich seit dem 27. Mai wahlweise in Farbe und in Schwarz-Weiß bei MGM+ und Prime Video streamen.
(stk/spot)
Bild: Nicolas Cage ist nun auch offiziell kein Coppola mehr. / Quelle: imago images/AFF-USA / Steven Bergman/AFF-USA.COM




