Als Ozzy Osbourne im vergangenen Jahr im Alter von 76 Jahren starb, hinterließ er nicht nur ein musikalisches Vermächtnis. Seine Familie arbeitet nun daran, ihn auch digital weiterleben zu lassen. Gemeinsam mit einem Virtual-Entertainment-Unternehmen haben Sharon (73) und Jack Osbourne (40) einen KI-gesteuerten Avatar des „Prince of Darkness“ angekündigt. Seitdem reißen die Diskussionen darum nicht ab.
Jack Osbourne, Reality-TV-Star und Sohn der Metal-Legende, stellte sich in einem YouTube-Livestream nun hinter das umstrittene Projekt – mit deutlichen Worten. Auf die Frage, ob er mit gemischten Reaktionen aus dem Ozzy-Lager gerechnet habe, gab er sich unmissverständlich: „Hier ist die Sache: Was wir machen, wird richtig geschmackvoll sein. Es wird nicht beschissen lahm werden.“
Kein billiger ChatGPT-Trick
Was genau hinter dem Projekt steckt, wollte Jack Osbourne zumindest in Teilen erklären – und er tat es mit auffälliger Bestimmtheit. „Das ist nicht einfach so, dass wir ein Bild meines Vaters an ChatGPT anschließen“, sagte er in dem YouTube-Livestream. Man arbeite stattdessen mit „hochentwickelter Technologie“, um Ozzy online zu bringen. „Es wird sich sehr real anfühlen, und die Art, wie es eingesetzt wird, ist irgendwie wild. Es ist wirklich cool.“
Besonders persönlich wurde Jack Osbourne bei einem Punkt: Sein Vater habe von dem Vorhaben gewusst – und es gutgeheißen. „Wir haben tatsächlich darüber gesprochen, bevor er gestorben ist, so etwas zu machen. Ich weiß, dass er dafür gewesen wäre“, sagte er in dem Livestream.
Präsentation in Las Vegas
Erstmals öffentlich vorgestellt haben Sharon und Jack Osbourne das Projekt am 20. Mai auf einem Panel der Licensing Expo in Las Vegas. Dort zeigte sich Jack sichtlich beeindruckt von der technischen Genauigkeit des Avatars: „Es ist irgendwie gruselig, wie wirklich sehr präzise es ist“, zitiert ihn der Veranstalter License Global. Und weiter: „Er wird digital als er selbst existieren, so lange wir Computer haben.“
(stk/spot)
Bild: Ozzy Osbourne und sein Sohn Jack. / Quelle: imago/Depositphotos /Jean Nelson


