Matthew Perrys Mutter schießt gegen seinen Ex-Assistenten

Matthew Perrys Mutter schießt gegen seinen Ex-Assistenten

Suzanne Morrison hat beim Gerichtstermin zum Strafmaß von Kenneth Iwamasa, dem früheren Assistenten ihres Sohnes Matthew Perry (1969-2023), mit einem vorab verfassten Brief ein emotionales Statement abgegeben. Die 82-Jährige trat damit in einem öffentlichen Rahmen mit direkten Vorwürfen gegen den Mann auf, der maßgeblich an der Beschaffung jenes Ketamins beteiligt war, das den „Friends“-Star im Oktober 2023 das Leben kostete. Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, über die das US-Promiportal „Page Six“ berichtet, warf sie Iwamasa vor, beim Begräbnis ihres Sohnes eine Rolle gespielt zu haben, die sie als schamlos empfindet.

„Matthew vertraute ihm, wir vertrauten ihm“

„Er bestand darauf, bei Matthews Beerdigung zu sprechen“, schrieb sie laut den Dokumenten. „Er klammerte sich an mich und die Familie, als wäre er irgendwie der Gute, der Matthew zu retten versucht hatte.“ Dass Iwamasa in den Tagen nach Matthews Tod weiter Kontakt zur Familie hielt, wertet Suzanne als Zumutung – nicht als Geste des Mitgefühls. Er habe ihr Songs geschickt, eine Skizze des Friedhofs gezeichnet, damit sie sich besser orientieren könne, und sich gemeldet, wenn er einen Regenbogen sah – Matthews angeblich liebstes Naturphänomen. Alles wirkt in Suzannes Augen wie die Inszenierung einer Fürsorge, die nie existiert habe.

Die Familie kannte den Assistenten seit einem Vierteljahrhundert. „Matthew vertraute Kenny. Wir vertrauten Kenny“, schrieb sie. Die Hauptaufgabe des Assistenten, so die Mutter des verstorbenen Schauspielers, sei von Anfang an klar gewesen – nämlich ihren Sohn in seinem Kampf gegen die Sucht zu begleiten und zu schützen. Er sollte dafür sorgen, dass Matthew clean bleibt.

Stattdessen, so Suzanne, habe Iwamasa die Sucht aktiv befördert. Er soll Drogenquellen organisiert und seinem Arbeitgeber die Substanzen eigenhändig injiziert haben, obwohl er dafür keinerlei medizinische Qualifikation besaß. „Er hat geholfen und unterstützt“, fasste Suzanne zusammen. „Wir haben einem Mann ohne Gewissen vertraut – und Matthew hat den Preis bezahlt.“ Falls Iwamasa sich je unter Druck gesetzt gefühlt haben sollte, hätte ein einziger Anruf an Matthews Umfeld gereicht, um Hilfe herbeizuholen, betonte Suzanne. Diese Option habe er nie genutzt.

Den Abend von Matthews Tod schilderte Suzanne in Worten, die sich einbrennen. „Er war, trotz allem, was wir durchgemacht haben, mein Ein und Alles. Und dann war er eines Nachts nur noch ein Körper, der fast nackt auf dem kalten, feuchten Gras seines Gartens lag.“ Sie erinnerte sich daran, wie Hubschrauber über dem Haus kreisten, auf der Suche nach einem Foto ihres toten Sohnes – während sie selbst auf der Straße stand und um eine Decke für ihn bat. Als sie Matthew am nächsten Tag in der Leichenhalle besucht habe, sah er „fast schön aus, irgendwie erleichtert“.

Juristische Folgen

Der Schauspieler, der jahrzehntelang offen mit seiner Suchterkrankung rang, war am 28. Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren in seinem Whirlpool tot aufgefunden worden. Die Ermittler stellten als Todesursache „akute Ketaminwirkung“ fest; ergänzend wurden Ertrinken, eine koronare Herzerkrankung sowie die Wirkung von Buprenorphin als mitursächlich vermerkt. Der Tod des „Friends“-Stars hatte weitreichende juristische Folgen.

Die Bundesbehörden erhoben 2024 Anklage gegen fünf Personen wegen Verschwörung und Ketaminlieferung. Drei von ihnen bekannten sich noch im selben Jahr schuldig: neben Iwamasa auch der Drogenberater Erik Fleming sowie Dr. Mark Chavez. Ein Jahr später zogen Dr. Salvador Plasencia und die als „Ketamine Queen“ bekannte Jasveen Sangha nach.

Sangha wurde zu 15 Jahren Bundeshaft verurteilt, weil sie ein Drogenvertriebsnetz betrieben und das Ketamin geliefert hatte. Dr. Chavez kommt mit acht Monaten Hausarrest davon, Plasencia muss 30 Monate ins Gefängnis. Fleming erhielt zwei Jahre Haft sowie drei Jahre Bewährung. Iwamasa wird am 27. Mai 2026 verurteilt.

(jom/spot)

Bild: Matthew Perry mit seiner Mutter Suzanne. / Quelle: Imago images/YAY Images / ImageCollect

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