Wenn in Norwegen die Schulkapellen durch die Straßen marschieren, die Trachten farbenfroh leuchten und die Königsfamilie vom Schlossbalkon in Oslo winkt, dann ist „Syttende Mai“. Der Nationalfeiertag ist in Norwegen kein gewöhnlicher Feiertag – er ist Identität, Tradition, Gemeinschaft. In diesem Jahr aber fehlte auf dem Balkon ein Gesicht: Prinzessin Ingrid Alexandra (22), Thronfolgerin in spe, war nicht dabei. Zum ersten Mal überhaupt verbrachte ein Kind des norwegischen Kronprinzenpaares diesen besonderen Tag fernab der Heimat.
Der Grund ist naheliegend: Ingrid Alexandra studiert derzeit in Sydney, Australien. Und so feierte sie den Geburtstag ihres Landes auf der anderen Seite der Welt – doch nicht ohne die Symbole, die diesen Tag ausmachen. Auf Instagram erschien sie im traditionellen Bunadsgewand, der Tracht, die in Norwegen untrennbar mit dem 17. Mai verbunden ist. Dazu schrieb sie offen: „Heute habe ich ein bisschen mehr Heimweh.“
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„Alles Gute zum Geburtstag, Norwegen!“
Weiter erklärte die Prinzessin: „Es ist so schön, dass wir uns selbst schmücken, in Umzügen mitlaufen und unsere Verfassung feiern können. Heute feiere ich den 17. Mai in Sydney, und ich hoffe, dass ihr alle eine schöne Feier habt, egal ob ihr zu Hause oder im Ausland feiert. Alles Gute zum Geburtstag, Norwegen!“
Ganz allein war Ingrid Alexandra am Nationalfeiertag nicht. Die Feierlichkeiten in Sydney wurden von der Norwegisch-Australischen Handelskammer organisiert und ganz nach klassisch norwegischer Tradition begangen: mit Waffeln, Würstchen, Kuchen und einem Kinderumzug. An der Seite der Prinzessin waren ihre Adjutantin sowie die norwegische Botschafterin in Australien, Anne Grete Riise. Dass ein Kind von Kronprinz Haakon (52) und Kronprinzessin Mette-Marit (52) den Nationalfeiertag je außerhalb Norwegens verbringen würde, soll laut der norwegischen Zeitung „VG“ bislang einmalig sein.
Tradition in Oslo
In Norwegen selbst lief der Feiertag derweil nach bewährtem Muster ab. König Harald (89) und Königin Sonja (88) sowie Kronprinz Haakon, Kronprinzessin Mette-Marit und ihr Sohn Prinz Sverre Magnus (20) winkten gemeinsam vom Balkon des Schlosses in Oslo dem Kinderumzug zu. Rund 30.000 Kinder aus 120 Schulen der Hauptstadt zogen an der Königsfamilie vorbei.
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Dabei fiel vor allem Kronprinzessin Mette-Marit ins Auge – und das nicht nur wegen des Fehlens der Tracht. Während Haakon und Sverre Magnus im traditionellen Bunadsgewand erschienen, trat Mette-Marit in einem langen hellen Mantel auf. Zudem war erneut ihr Sauerstoffgerät sichtbar, wie auch auf Instagram zu sehen ist.
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Medien berichten zudem, dass die Kronprinzessin während der Termine mehrfach hustete und sich zwischenzeitlich auf einen bereitgestellten Stuhl setzte. Mette-Marit leidet an einer chronischen Lungenerkrankung – und dennoch absolvierte sie alle Termine bis zum Ende.
(mia/spot)
Bild: Prinzessin Ingrid Alexandra feiert den 17. Mai in Sydney. / Quelle: action press / Chris Dyson / BACKGRID



