Erst vor wenigen Wochen feierte mit „Scrubs“ eine smarte und humorvolle Serie der 2000er Jahre ihr Comeback auf den Bildschirmen. Jetzt kehrt „Malcolm Mittendrin“ zurück. Die anarchische Fox-Serie lief im Original vom Jahr 2000 bis 2006. Im Anschluss wurde Hal-Darsteller Bryan Cranston (70) mit „Breaking Bad“ zu einem der größten Serienstars der Gegenwart. Nun steht eine Revival-Staffel bei Disney+ an und die meisten „Malcolm Mittendrin“-Darstellerinnen und Darsteller von damals sind dabei. Vorhang auf für „Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“.
Darum geht es in „Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“
Das einstige junge Genie Malcolm (Frankie Muniz, 40) hat es geschafft. Er ist alleinerziehender Vater seiner brillanten Tochter Leah (Keeley Karsten, 16) und führt eine glückliche Beziehung mit Partnerin Tristan (Kiana Madeira, 33). Ganz besonders freut sich Malcolm darüber, dass es ihm seit Jahren gelingt, seine chaotische Familie rund um die kontrollierende Mutter Lois (Jane Kaczmarek, 70), Vater Hal und Bruder Reese (Justin Berfield, 40) aus seinem Leben herauszuhalten. Denn sie, da ist sich Malcolm sicher, sind die Wurzel all seinen Übels.
Doch rückt der 40. Hochzeitstag von Lois und Hal näher. Malcolms Eltern fordern von ihrem Sohn, auch zu den Feierlichkeiten zu erscheinen – mit für das Publikum äußerst vergnüglichen Konsequenzen.
Deswegen ist das „Malcolm Mittendrin“-Revival sehenswert
Nicht jedes TV-Revival hat bislang Fans von früher überzeugt. Doch die Rückkehr von „Malcolm Mittendrin“ schneidet hier erfreulicherweise sehr viel besser ab als viele andere Wiederbelebungsversuche. Schon von den ersten Momenten der Serienrückkehr an ist der respektlose, absurde Humor des Originals wieder zu spüren. Das geht schon los, wenn Vater Hal über einen längeren Zeitraum oberkörperfrei zu sehen ist und der große „Breaking Bad“-Star Bryan Cranston damit zu sagen scheint: Sehr her, ich bin für jede Schandtat zu haben.
Einige Dinge sind im „Malcolm Mittendrin“-Revival auch anders als früher. So gibt es mittlerweile sehr viel mehr nicht-männliche Charaktere – neben Malcolms Tochter und Freundin auch noch sein jüngstes, nonbinäres Geschwisterkind Kelly (Vaughan Murrae, 21). Ein willkommenes Update für die früher doch arg testosterongeschwängerte Serie.
Das Revival ist so smart und psychologisch klug wie früher – und steckt voller grandioser Oneliner und wirklich intelligenter Witze. Etwa wenn der älteste Bruder Francis (Kennedy Masterson, 46) seiner Mutter erklärt, dass er ja als Führungskraft mittlerweile 75 Angestellte hätte, die unter ihm arbeiten, und Lois wie aus der Pistole geschossen entgegnet, das seien 75 Menschen, die nur darauf warten, ihn zu ersetzen.
Einzig der dritte Chaos-Bruder Dewey wird im Revival von Caleb Ellsworth-Clark gespielt, weil Originaldarsteller Erik Per Sullivan (34) seine Schauspielkarriere beendet hat. Und auch Reese-Darsteller Justin Berfield ist im Grunde nicht mehr wirklich wiederzuerkennen. Doch das sind mit die einzigen Wermutstropfen bei der Bildschirm-Rückkehr der legendären Serie.
Alle vier Episoden von „Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“ stehen auf einen Schlag auf Disney+ zum Abruf zur Verfügung.
(lau/spot)
Bild: Zurück im Chaos: Frankie Muniz in „Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“. / Quelle: Disney/David Bukach



