Künstlerische Vielfalt trotz Sparmodus

Leipzig, 26.03.2026 (lifePR) – Mit einem klaren Bekenntnis zur künstlerischen Vielfalt hat die Oper Leipzig am 26. März ihre Spielzeit 2026/27 vorgestellt. Lydia Schubert und ihr künstlerisches Leitungsteam präsentierten im Opernhaus ein Programm, das trotz herausfordernder finanzieller Rahmenbedingungen bewusst auf Vielfalt, Qualität und Publikumsnähe setzt. Gemeinsam mit Generalmusikdirektor Ivan Repušić, Operndirektorin Juliane Postberg, dem Direktor des Leipziger Balletts Rémy Fichet, dem Direktor der Musikalischen Komödie Torsten Rose und Chefdramaturgin Marlene Hahn verantwortet Lydia Schubert – als Verwaltungsdirektorin und Geschäftsführende Intendantin ab 1. August 2026 – die kommenden beiden Spielzeiten.

In ihrer Begrüßung sagte Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig: »Für die Oper Leipzig mit ihren drei Sparten eröffnen die beiden Saisons mit nur einer Betriebsleitung die Möglichkeit, sich auf ihre innere Stärke zu besinnen. Das kreative Potenzial der Belegschaft ist riesig und es kann sich in der kommenden Spielzeit noch einmal zu anderer, vielleicht ganz überraschender Größe entfalten. Ich bin sicher, dass die Oper Leipzig gestärkt aus diesen beiden Spielzeiten hervorgehen wird. «

15 Premieren, 34 Wiederaufnahmen und eine deutsche Erstaufführung

Mit 15 Premieren und 34 Wiederaufnahmen umfasst die neue Saison ein breit gefächertes Programm aus Oper, Leipziger Ballett, Musikalischer Komödie und Junger Oper. Neue Produktionen treffen auf bekannte Werke des Repertoires, ergänzt durch Formate, die beide Spielstätten als offene Häuser für ein breites Publikum stärken. Ein besonderes Highlight setzt die Musikalische Komödie mit einer deutschen Erstaufführung. Der Auftakt zur neuen Spielzeit wird am 5. September 2026 gefeiert: Die Oper Leipzig öffnet ihre Türen für einen Blick hinter die Kulissen – mit Theaterzauber, Technikshow und einem vielfältigen Programm für die ganze Familie. Den musikalischen Höhepunkt bildet das festliche Abschlusskonzert unter der Leitung von Ivan Repušić mit Opernchor und Gewandhausorchester sowie Gästen wie Elbenita Kajtazi, Martin Muehle und Lucio Gallo.

Lydia Schubert versteht die Zeit bis zum Amtsantritt der neuen Intendanz 2028 als offenen Kreativraum und lebendigen Begegnungsort für alle, um die künstlerische Qualität und Kraft der Oper Leipzig in der vielfältigen Stadtgesellschaft noch sichtbarer zu machen: »Als gebürtige Leipzigerin ist es mir ein besonderes Anliegen, die Oper Leipzig mit all ihren Sparten noch weiter zu öffnen. Wir wollen mit innovativen Begegnungs- und Spielformaten in neu erschlossenen Spielräumen überraschen und mit künstlerischen facettenreichen Impulsen bisherige Perspektiven erweitern, so dass die Oper Leipzig immer wieder aufs Neue entdeckt werden kann.«

Oper 2026/27

»Eugen Onegin«, »Figaros Hochzeit«, »Innocence« und »Il trittico« kommen 2026/27 neu auf die Opernbühne in Leipzig. Die erste Premiere findet am 10.10.2026 statt, und Generalmusikdirektor Ivan Repušić dirigiert das Gewandhausorchester: Tschaikowskis »Eugen Onegin« ist die gefeierte Inszenierung von Vasily Barkhatov, dessen musikalisches und emotionales Verständnis auch das Publikum der Oper Leipzig in seinen Bann ziehen wird. Mozarts bekannte Opera buffa »Figaros Hochzeit« folgt am 29.11.2026 und vervollständigt das Trio der Da-Ponte-Opern in Leipzig: »Don Giovanni« und »Cosí fan tutte« sind entsprechend unter den Wiederaufnahmen der Spielzeit. Ilario Lanzino führt Regie, Yura Yang übernimmt die musikalische Leitung.

Am 06.03.2027 feiert mit dem zeitgenössischen Werk »Innocence« der finnischen Komponistin Kaija Saariaho eine weitere Koproduktion ihre Premiere in Leipzig. Ihre deutsche Erstaufführung vom Musiktheater im Revier in der Inszenierung von Elisabeth Stöppler wird von Matthias Foremny dirigiert. Generalmusikdirektor Ivan Repušić und der französische Starregisseur Vincent Boussard bringen zusammen Puccinis Opernzyklus »Il trittico« am 17.04.2027 zur Leipziger Erstaufführung. Eros und Thanatos – Lebens- und Todestrieb – stehen im Zentrum der drei faszinierenden Kurzopern »Il tabarro«, »Suor Angelica« und »Gianni Schicci«.

Leipziger Ballett 2026/27

Die Ballettpremieren im Opernhaus, künstlerisch kuratiert von Ballettdirektor Rémy Fichet, halten strategisch die Balance zwischen Tradition und Zukunft. 2026/27 startet das Leipziger Ballett mit einem Ballett des brasilianischen Choreographen Juliano Nunes nach »Ein Sommernachtstraum« von William Shakespeare, u.a. zu der bekannten Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy; die Premiere ist am 07.11.2026 noch in diesem Jahr. Am 06.02.2027 kommt mit »Sibelius/ Bruckner« ein 2-teiliger Ballettabend auf die Bühne: Die legendäre Choreographie von Uwe Scholz zum dritten Satz der Symphonie Nr. 8 von Anton Bruckner im Bühnen- und Kostümbild der Künstlerin rosalie wird flankiert von einer Uraufführung: Anne Jung erarbeitet mit der Company eine Choreographie zu Sibelius‘ zweiter Sinfonie.

Am 03.04.2027 präsentiert sich das Leipziger Ballett mit einer Neuausgabe seiner Black Box: Andrea Carino, Marcelino Libao und Vincenzo Timpa entwickeln Arbeiten, die sich Rainer Maria Rilkes »Duineser Elegien« zuwenden. »Elegien – Black Box II« wird eine Koproduktion mit dem Schauspiel Leipzig; die Aufführungen finden im Schauspielhaus statt. »O Fortuna«, die Premiere des Leipziger Balletts am 15.05.2027, beteiligt auch Ensemble, Opern- und Kinderchor der Oper Leipzig. Regisseur und Choreograph Andreas Heise und die Co-Regisseurin Marlene Hahn verschränken darin Leoncavallos »Pagliacci« mit Orffs »Carmina Burana«. Die musikalische Leitung übernimmt Ivan Repušić.

Musikalische Komödie 2026/27

Die Spielzeit an der Musikalischen Komödie wird eröffnet mit der Deutschen Erstaufführung des mehrfach prämierten Musicals »Der Hase mit den Bernsteinaugen«, dem zentralen Beitrag der Oper Leipzig zu »Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur« im Freistaat Sachsen. Die fesselnde Geschichte um das Familienerbe der jüdischen Bankiersfamilie Ephrussi und ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten verbindet tiefe Emotionalität mit eindringlicher Klangvielfalt und wird vom Autor Henry Mason selbst inszeniert. Die Musik hat Thomas Zaufke komponiert; es dirigiert Michael Nündel, Musikdirektor der Musikalischen Komödie. Die Premiere findet am 17.10.2026 statt.

Zwei große Operetten-Neuproduktionen ergänzen das Repertoire der Musikalischen Komödie perfekt: Am 20.3.2027 feiert mit »Die lustige Witwe« eine der berühmtesten Operetten von Franz Lehár Premiere. André Kaczmarczyk wird die romantische Komödie mit einer Prise Eskapismus und Gesellschaftskritik inszenieren. Am Pult steht der Erste Kapellmeister Tobias Engeli. Am 05.06.2027 ist nach 59 Jahren die satirische Opéra bouffe »Die Großherzogin von Gerolstein« von Jacques Offenbach wieder in Leipzig zu erleben – aktueller denn je, weil sie Machtstrukturen hinterfragt und Humor mit Kritik verbindet. Regie führt Philipp Moschitz, die Musikalische Leitung übernimmt Michael Nündel.

Die zweite Musicalpremiere der Spielzeit »tick, tick… BOOM!« am 15.01.2027 erobert erneut den Venussaal mit einer Neuproduktion. Inken Meents inszeniert das rockige Dreipersonen-Stück. Christoph-Johannes Eichhorn dirigiert die mitreißende Musik des erfolgreichen »Rent«-Komponisten Jonathan Larson.

Junge Oper Leipzig 2026/27

Die Junge Oper Leipzig unter der Leitung von Marie Czilwik holt acht beliebte Produktionen für Kinder jeden Alters zurück ins Programm und plant drei weitere Premieren für die Spielzeit 2026/27. Marlene Hahn inszeniert die gesellschaftskritische Kammeroper »Krieg. Stell dir vor, er wäre hier« von Marius Felix Lange auf der Drehbühne des Opernhauses und positioniert Orchester und Publikum hinter den eisernen Vorhang unter den Bühnenhimmel. Die musikalische Leitung übernimmt Sebastian Camaño Saavedra; am 10.06.2027 ist Premiere. Schon davor werden zwei wunderschöne Kindergeschichten in Musiktheater verwandelt: Am 15.09.2026 kommt »Das hässliche Entlein« im Venussaal der Musikalischen Komödie auf die Welt. Marko Drechsel, Klarinettist im Orchester der Musikalischen Komödie, hat aus dem berühmten Märchen eine neue Fassung für Streichquartett, Erzähler und Tänzerin geschaffen. Am 22.02.2027 feiert »Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat« Premiere. Elisabeth Naske hat aus dem gleichnamigen Bilderbuch eine liebevolle Kinderoper erschaffen, für eine Sängerin, einen Schauspieler und Viola.

Darüber hinaus stehen Babykonzerte, verschiedenste Mitmachformate, Führungen und Workshops im Programm der Jungen Oper. Im Kinderchor der Oper Leipzig singen mittlerweile über 230 Kinder und Jugendliche. Unter den Mitmachangeboten der Jungen Oper gibt es zusätzlich zu den vier bisherigen Spielclubs für alle Generationen den neuen Kneipenchor der Musikalischen Komödie namens »Singbar«, ein Angebot für alle Menschen ab 16 Jahren unter der Leitung von Musiktheaterpädagogin Mieke Müllerschön.

Dreistufiger Ticketverkauf

Save the date: Am Dienstag, 02.06.26 startet der Vorverkauf für die neue Spielzeit der Oper Leipzig. Bis dahin können exklusiv die Abonnentinnen und Abonnenten der Oper Leipzig Tickets erwerben. Der Verkauf bietet drei Stufen an: Ab sofort sind die Abonnements der Oper Leipzig erhältlich; ab dem 28.04.26 geht die Oper Leipzig Card für die neue Saison in den Verkauf und damit verbunden sind auch die Vorstellungen 2026/27 schon erhältlich. Weitere Informationen und Ticketkauf gibt es online unter www.oper-leipzig.de oder über den Besucherservice der Oper Leipzig Di – Fr 10:00 bis 18:00 Uhr, Sa 12:00 bis 18:00 Uhr, sowohl an der Kasse im Opernhaus als auch telefonisch unter Tel + 49 (0)341-12 61 261, per Mail an service@oper-leipzig.de.

Das frisch erschienene Spielzeitmagazin 2026/27 steht dem Publikum auch online zur Verfügung über oper-leipzig.de/publikationen.

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