„Scrubs“ ist zurück: Wie gut sind die neuen Folgen?

„Scrubs“ ist zurück: Wie gut sind die neuen Folgen?

Fast auf den Tag genau 16 Jahre nach der letzten neuen Folge kehrt die Krankenhaus-Comedy „Scrubs“ zurück. J.D. (Zach Braff, 50), Elliot (Sarah Chalke, 49), Turk (Donald Faison, 51) und Co. sind in einer Revival-Staffel wieder auf dem Bildschirm zu sehen. Ab dem 25. März läuft das Revival bei Disney+ in Deutschland, während es in den USA schon am 25. Februar gestartet war.

Nach der langen Pause hat sich im Sacred Heart Hospital einiges verändert. So wird im Intro das Röntgenbild nun per Tablet auf einen Monitor übertragen statt aufgehängt. Doch einiges ist auch auf angenehme Art gleichgeblieben. Für reichlich nostalgische Momente ist in den neun neuen „Scrubs“-Folgen also gesorgt.

Darum geht es im „Scrubs“-Revival

Doktor John Dorian (Braff) kehrt nach langer Zeit zum ersten Mal wieder ins Sacred Heart Hospital zurück. Hier gibt es eine ganz neue Generation von Praktikanten – etwa Tosh (Ava Bunn), die nicht nur angehende Ärztin ist, sondern auch ein Social-Media-Star. Oder der eher schüchterne, an den jungen J.D. erinnernde Asher Green (Jacob Dudman, 28).

Doch auch J.D.s alte Freunde wie Chirurg Turk praktizieren nach wie vor im Sacred Heart. Als Mediziner haben sie sich stets weiterentwickelt – und auch in ihrem Privatleben ist in der langen Abwesenheit von „Scrubs“ einiges passiert, das hier selbstverständlich nicht gespoilert werden soll. Verraten sei jedoch so viel, dass auch der Fanliebling Neil Flynn (65) als (ehemaliger?) Hausmeister und Christa Miller (61) als Dr. Cox‘ Ex-Frau Auftritte haben werden. Nur der Rückkehr von Dr. Kelso, dessen Darsteller Ken Jenkins mittlerweile 85 Jahre alt ist, verschob Braff in einem Interview auf die zweite Staffel – falls Cast und Fans das Glück haben sollten, dass es diese geben wird.

Das Alte und das Neue

Interessanterweise geht das „Scrubs“-Revival einen ähnlichen Weg wie die bei Fans nicht sonderlich beliebte neunte Staffel der Serie. Zur Erinnerung: Auch damals gab es eine Reihe angehender Ärzte. Nur einige der Originaldarsteller kehrten zurück.

In der Revival-Staffel gibt es nun auch eine neue Generation an Figuren und Darstellern – und einen regelrechten Generationenkonflikt zwischen J.D., Dr. Cox (John C. McGinley, 66) und den jüngeren. Gerade Cox beklagt sich in der ersten der neuen Folgen auf die ihm typische, für das Publikum so amüsante Weise, dass er mit den jungen Praktikanten und Praktikantinnen nicht mehr so rabiat umspringen kann wie früher mit J.D. Auch mit anderen Eigenarten der sensiblen jüngeren Generation wie etwa Medizin-Influencerin Tosh, die sich ständig selbst für ihre Social-Media-Kanäle filmt, fremdeln die Älteren zunächst.

Slapstick und Humor zünden noch

Doch auch die Geschichte der beliebten Originalfiguren erhält genug Raum, Zeit und Aufmerksamkeit. So fällt auf, dass die zu Beginn der 2000er Jahre so naiven und zugleich hoffnungsvollen Charaktere ein Stück weit ernüchtert und vom Leben gezeichnet sind. Nicht alles ist bei ihnen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten glatt gelaufen, persönliche Beziehungen zerbrochen.

Das lässt das „Scrubs“-Revival stellenweise durchaus ernster als in der Vergangenheit ausfallen, bildet aber vermutlich auch die Lebensrealität der älter gewordenen „Scrubs“-Zuschauerinnen und Zuschauer ab. Daneben bietet auch die Revival-Staffel noch J.D.s Tagträume, jede Menge Slapstick und absurde Situationen sowie die gewohnt warmherzigen Figuren, deren Schicksal auch hier, wie im Original, noch wirklich bewegt.

(lau/spot)

Bild: Zurück im Sacred Heart Hospital: Zach Braff (l.) als J.D. und John C. McGinley als Dr. Cox im „Scrubs“-Revival. / Quelle: Disney/Darko Sikman

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