Dschungelcamp-Nachspiel auf RTL: Camper strafen Gil Ofarim ab

Dschungelcamp-Nachspiel auf RTL: Camper strafen Gil Ofarim ab

Zwei Wochen nach der Krönung des Dschungelkönigs gab es am Sonntag beim dreistündigen RTL-„Nachspiel“ von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (auch auf RTL+) viel aufzuarbeiten. Alte Konflikte flammten neu auf, offene Fragen wurden diskutiert – und vor allem Gil Ofarim (43) musste sich kritischen Nachfragen stellen. Dabei zeigte sich: Die Kluft zwischen dem Sänger und seinen Mitcampern ist größer, als es die Dschungelkrone vermuten lässt.

Das Interessanteste kam zum Schluss – und war dann leider doch nichts wirklich Neues: Moderator Jan Köppen (42) konfrontierte Ofarim erstmals offensiv mit seinem Schweigen im Camp und mit neuen Äußerungen von Hotelmitarbeiter Markus W. Der Sänger hatte Markus W. im Oktober 2021 fälschlich vorgeworfen, ihn aus antisemitischen Gründen diskriminiert zu haben. Ein Verleumdungsverfahren gegen Ofarim wurde im November 2023 gegen eine Geldauflage eingestellt. Zusätzlich musste der Sänger im Rahmen einer zivilrechtlichen Einigung 20.000 Euro an den betroffenen Hotelmitarbeiter zahlen.

Köppen bohrt nach – Ofarim blockt ab

Als es um die juristische Einordnung ging, korrigierte Ofarim nun seine eigene Aussage: Es habe sich nicht um eine Verschwiegenheitserklärung gehandelt, sondern um eine Unterlassungserklärung, die er unterschrieben habe. Köppen ließ nicht locker und fragte direkt, warum der Sänger im Camp falsche Angaben gemacht und mit Andeutungen gespielt habe. Ofarim schob sein Verhalten auf die Erschöpfung. Köppen wurde noch deutlicher: Es habe so gewirkt, als wolle Ofarim gezielt Zweifel an der offiziellen Version der Geschichte säen. Der Dschungelkönig blieb gewohnt glatt: „Wenn es so wirkte, tut es mir leid.“

Auch erneute Nachfragen zu der Geschichte blockte Ofarim erwartungsgemäß ab. Er habe mehr zu geben und zu erzählen als diese eine Geschichte, wolle einfach wieder mit seinen Kindern zusammen sein und seine Karriere weiterverfolgen. Zweitplatzierte Samira Yavuz (32) fasste den Auftritt trocken zusammen: „Totschweigen ist vielleicht auch ’ne Strategie.“

Interne Abstimmung: Ofarim als Schlusslicht

Vielsagender war die interne Wahl zum Dschungelkönig durch die Camper selbst. Alle Kandidaten hatten dafür anonym noch einmal abgestimmt. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Auf Platz eins landete Hubert Fella (58), gefolgt von Samira Yavuz auf dem zweiten und Simone Ballack (50) auf dem dritten Rang. Während das TV-Publikum Ofarim zum Sieger gekürt hatte, bildete der Sänger in der internen Rangliste das Schlusslicht. Sein Gesicht verriet wenig Überraschung.

Samira gegen Eva: Streit statt Versöhnung

Deutlich mehr Reality-TV-Temperament herrschte zwischen Samira Yavuz und Eva Benetatou (33). Auf die Frage der Moderatoren, ob die beiden ihren Streit um Samiras Noch-Ehemann Serkan (32) inzwischen begraben hätten, sagten zwar beide ja – taten dann aber das Gegenteil. Samira teilte offen aus: „Eva sitzt geistig in einem Schuhkarton und da kommt sie auch nicht raus. Ist für mich ok, ich kann ja nicht die ganze Welt retten.“ Außerdem sei sie sich sicher, dass Eva nur wegen der Affäre mit ihrem Mann in der Show gewesen sei. Die konterte prompt und betonte, sie sei bereits vor dem Fremdgeh-Drama angefragt worden: „Also ich bin nicht ‚die Ex von’…“

Ebenfalls weiter ungeklärt blieb die Frage, ob Ariel (22) Umut Tekin (28) tatsächlich vorgeschlagen hat, im Camp eine Lovestory zu inszenieren. Umut bestand weiter darauf, dass er sich das nicht ausgedacht habe. Ariel widersprach vehement: „Ich wusste da schon, dass ich die nächste Bachelorette bin und das wäre das Dümmste gewesen, dann eine Lovestory anzufangen. Und wenn ich eine Lovestory mache, dann nicht mit einem Umut.“

Hardy Krüger jr. und Ariels Selbsteinschätzung

Einen ganz eigenen Blick auf seine Dschungelcamp-Erfahrung lieferte Hardy Krüger jr. (57): Er erklärte das Dschungelcamp sozusagen zu seiner persönlichen Feldstudie, in der er beobachten wollte, wie Realitystars und „die neue Generation“ so ticken. Er selbst habe übrigens keine einzige Dschungelcamp-Staffel gesehen – auch nicht seine eigene.

Ariel erklärte ihr kontroverses Auftreten im Camp auf Nachfrage mit der ihr typischen Mischung aus Einsicht und Selbstbewusstsein: „Ich war sehr laut und hätte leiser kommunizieren können – aber mein Punkt war immer der richtige.“ Dass sie nur auf dem sechsten Platz gelandet sei, erklärte sie sich mit dem Alter mancher Zuschauer.

Drei Stunden Nachspiel, viele Worte – und am Ende blieb das meiste genau dort, wo es vorher schon war: ungeklärt.

(mia/spot)

Bild: Der wohl umstrittenste Dschungelkönig aller Zeiten: Gil Ofarim. / Quelle: RTL

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