Es war ein Sonntagabend, an dem sich das deutsche Fernsehpublikum reichlich bedienen konnte: Dschungelcamp-Finale bei RTL, „Tatort“ im Ersten, dazu Olympia-Übertragungen im ZDF. Und jede dieser Sendungen fand ihr Publikum – nur eben ein jeweils sehr unterschiedliches.
Das Finale von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ erreichte ab 20:14 Uhr laut offiziellen Daten der AGF Videoforschung durchschnittlich 5,15 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, was einem Marktanteil von 20,9 Prozent beim Gesamtpublikum entspricht. Klingt beeindruckend – und ist es, gemessen an den vergangenen Jahren, auch. Doch wer den Blick auf die Konkurrenz richtet, muss das Bild relativieren: Der Saarbrücker „Tatort: Das Böse in Dir“ im Ersten kam zur selben Sendezeit auf 7,31 Millionen Zuschauer und 26,3 Prozent Marktanteil. Mehr als zwei Millionen Menschen mehr schalteten also lieber den Krimi ein.
Auch das ZDF mischte am Sonntag kräftig mit. Die Olympia-Berichterstattung erreichte schon mit der Biathlon-Mixed-Staffel am Nachmittag 6,54 Millionen und die Ski-Abfahrt der Frauen am Vormittag 5,16 Millionen Zuschauer. Das Finale beim Rodeln, Einsitzer der Männer, kam am frühen Abend auf 6,56 Millionen.
Junge Zuschauer wählen den Dschungel
Bei den Jüngeren dreht sich das Bild allerdings: In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen fuhr das Dschungel-Finale mit 1,91 Millionen und 33,8 Prozent Marktanteil einen überragenden Wert ein. Zum Vergleich: Der „Tatort“ lockte nur knapp eine Million Menschen vor die TV-Geräte. Markanteil bei den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern: 15,8 Prozent.
Gegenüber dem Vorjahr legte das Dschungelcamp-Finale wie bereits erwähnt deutlich zu. 2025 hatten nach damals vorläufigen Zahlen 4,42 Millionen das Finale geschaut, der Marktanteil bei den Jüngeren lag bei etwas mehr als 26 Prozent. Ein Zugewinn von rund 730.000 Zuschauern und fast acht Prozentpunkten in der Zielgruppe.
(dr/spot)
Bild: Gil Ofarim ist der neue Dschungelkönig. / Quelle: RTL

