„Ihre Stimme wird fehlen“: Angela Merkel trauert um Rita Süssmuth

„Ihre Stimme wird fehlen“: Angela Merkel trauert um Rita Süssmuth

Nach dem Tod der ehemaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (1937-2026) würdigt Angela Merkel (71) die CDU-Politikerin. In einer Erklärung der ehemaligen Bundeskanzlerin heißt es: „Ich trauere um Rita Süssmuth – eine leidenschaftliche Politikerin, die sich Zeit ihres Lebens für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft einsetzte.“

Merkel schreibt in ihrem Statement weiter: „Als Bundesgesundheitsministerin kämpfte sie in den 1980er Jahren mutig und gegen viele Widerstände für die Enttabuisierung und die Prävention von HIV/Aids. Als Präsidentin des Deutschen Bundestags setzte sie sich für eine lebendige Debattenkultur und die Rechte der parlamentarischen Minderheiten ein.“

„Rita Süssmuths Stimme wird fehlen“

Rita Süssmuths politische Leidenschaft habe „dem Kampf für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft“ gegolten, so Merkel. „Sie benannte die Defizite schonungslos. Dabei machte sie vielen Mut, so auch mir Anfang der 1990er Jahre als Frauenministerin.“ Süssmuth sei „eine Vorkämpferin für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewesen“, führt Merkel unter anderem weiter an.

„Rita Süssmuths Stimme wird fehlen, auch mir“, schließt Merkel ihre Würdigung: „Wir können ihr Andenken bewahren und ehren, indem wir uns weiter für ihre Herzensanliegen engagieren.“

„Vordenkerin und Vorkämpferin“

Dass Rita Süssmuth im Alter von 88 Jahren gestorben ist, wurde bereits am Sonntag bekannt. Die Präsidentin des Deutschen Bundestages, Julia Klöckner (53), schrieb in den sozialen Medien: „Die ehemalige Bundestagspräsidentin und Bundesministerin Rita Süssmuth ist heute von uns gegangen.“ Die Nachricht bewege sie tief, so Klöckner. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (70) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) würdigten die Politikerin als „Leitstern für unser demokratisches Gemeinwesen“ sowie als „Vordenkerin und Vorkämpferin“.

Rita Süssmuth, die in Wuppertal geboren wurde, war zwischen November 1988 und Oktober 1998 Bundestagspräsidentin. Zuvor war sie ab 1985 die Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit während der Amtszeit von Bundeskanzler Helmut Kohl (1930-2017).

(hub/spot)

Bild: Angela Merkel und Rita Süssmuth bei einem gemeinsamen Auftritt. / Quelle: Action Press

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