Was war 2025 für ein Jahr für Demi Moore (63). Erst der Golden Globe, dann der SAG Award, eine Oscar-Nominierung – und dieses Jahr geht auch schon wieder gut los. Die Luxus-Haarpflegemarke Kérastase verkündet, dass die 63-Jährige ihre neue globale Botschafterin wird. Für eine Frau, die Jahrzehnte gegen die Erwartungen Hollywoods ankämpfte, ist das mehr als nur ein Werbevertrag.
Moore hat in ihrer Karriere immer wieder die Grenzen des Haarstylings ausgelotet – vom rasierten Kopf in „Die Akte Jane“ bis zu ihrem heute ikonischen, langen schwarzen Haar. Ihr Look wurde dabei stets zum Ausdrucksmittel für Selbstbewusstsein und Wandel. Genau das betont die Schauspielerin auch selbst: „Mein Leben war geprägt von Liebe, Wachstum und neuen Erfahrungen – und mein Haar war all die Zeit an meiner Seite“, erklärt sie laut Pressemitteilung von Kérastase. „Ich glaube, Haar trägt eine ganz besondere Energie in sich: unsere Erlebnisse, unser Selbstbewusstsein und unsere Individualität.“
Eine Kämpferin gegen Hollywoods Doppelmoral
Demi Moore ist ein lebendes Beispiel für den Sexismus, den Frauen in der Filmbranche über Jahrzehnte erdulden mussten. In den 80er- und 90er-Jahren wurde sie mit Filmen wie „Ghost“ oder „Ein unmoralisches Angebot“ zum Superstar – bewundert für ihre Schönheit, belächelt für ihre Ambitionen, beneidet für ihren Erfolg. Ihre Rekordgage von zwölf Millionen Dollar für „Striptease“ wurde mit Häme bedacht, während ihr damaliger Ehemann Bruce Willis (70) für „Stirb langsam“ fast das Doppelte kassierte.
Auch privat musste Moore kämpfen: gegen eine traumatische Kindheit, gegen Süchte, gegen eine gescheiterte Ehe mit Ashton Kutcher (47), die von öffentlicher Demütigung begleitet war. In ihrer Biografie „Inside Out“ von 2019 legte sie diese dunklen Kapitel schonungslos offen.
Der späte Triumph mit „The Substance“
Mittlerweile hat Moore die Jagd nach Perfektion endlich aufgegeben – und wird genau dafür gefeiert. In dem Body-Horror-Film „The Substance“ spielt sie eine Entertainerin, die verzweifelt gegen das Älterwerden kämpft. Die Parallelen zu ihrer eigenen Karriere sind offensichtlich. „Ich werde im Laufe des Films immer heruntergekommener, und ich wusste von Anfang an, dass ich nicht auf besonders glamouröse Weise oder mit weichgezeichneten Konturen gefilmt werden würde „, sagte sie dem „Guardian“. „Aber das hatte etwas Befreiendes an sich.“
Dass sie nun auch als Beauty-Ikone geehrt wird, passt zu ihrem Mantra, das sie für ihre neue Rolle formuliert: „Für mich liegt eine echte Freiheit darin, das Haar einfach es selbst sein zu lassen und ihm zu erlauben, die eigene Geschichte zu erzählen. Genau das bedeutet Schönheit für mich – authentisch zu sein und anzunehmen, wer man ist.“
(mia/spot)
Bild: Demi Moore wird globales Werbegesicht einer Luxus-Haarpflegemarke. / Quelle: Kérastase



